Verena Immenhauser

Vernissage: 1. September 2019 16 – 18 Uhr
                      17 Uhr Einführung Dr. Katrin Künzi              

Ausstellung: 1. September – 28. September 2019

 

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Verena Immenhauser: Mauern und Werke von Weggefährtinnen / Zeitgenossen aus der Sammlung

Verena Immenhauser fokussiert ihre fotografischen Arbeiten in den letzten zwei Jahrzehnten auf bestimmte Motive: so auf „Grounds“ (seit 2007) oder auf „Nature Verte“ (seit 2015).

Bereits seit 2003 gilt ihre Aufmerksamkeit den „Mauern“. Ihnen spürt sie an allen Orten nach, die sie besucht. Die Fotografien stehen meistens für sich, bieten gelegentlich aber auch Anregungen zu malerischer Umsetzung.

Das Interesse der Künstlerin gilt den Geschichten, welche die Mauern erzählen und die sich von ihrem derzeitigen Zustand ablesen lassen. Mit ihren Schichten und Farben vergegenwärtigen sie die Gesichter jener, die sie errichtet haben, und derjenigen, die sie danach immer wieder ausbesserten, übermalten, wiederaufrichteten oder zerfallen liessen. Ja, bisweilen glaubt man, diese Gesichter blickten einem tatsächlich entgegen. Dadurch wohnt alten Mauern eine je eigene Ästhetik inne.

Mauern sind elementare Bestandteile der Zivilisation. Schon immer waren sie ambivalent: Sie trennen, schliessen ein oder aus, bieten Schutz. Heute mehr denn je stellt sich die Frage, welchem Zweck die Mauern dienen, alte wie neue. Sie sind wichtig, wo sie Geborgenheit vermitteln oder wenn sie historische Stadtteile und Baudenkmäler für die Nachwelt erhalten, fatal, wenn sie zum Ziel haben, auszuschliessen und zu trennen. Dann müssen sie abgebaut werden, zuerst allerdings im Denken, und Kunst kann dabei helfen.

Zusätzlich möchte die Künstlerin mit der Präsentation von Werken aus ihrer Sammlung den Weggefährtinnen und Zeitgenossen ihre Dankbarkeit ausdrücken für den wertvollen Austausch, die anregenden Diskussionen und die gegenseitige Wertschätzung.