Urs Grunder und Pascal Murer

Vernissage: Donnerstag, 12. Oktober 2017 von 18.00-20.00 Uhr

Ausstellung: 12. Oktober bis 11. November 2017

Finnissage: Samstag, 11. November 12.00-15.00 Uhr

 

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Urs Grunder

“Fotografieren ist Malen mit Licht und Farben. Nicht Abbilden, sondern Aufdecken und Gestalten!”

Nach Jahrzehnten des Suchens und Findens arbeitet Urs Grunder mit zwei dezidierten Fragestellungen:
Was ist der Mensch in seiner unerklärlich „schattenhaften“ Existenz? Und was verbirgt sich tief im Sichtbaren?
Die Antwort: Nur ein kleiner Teil der Wirklichkeit liegt offen vor Augen. Das Meiste – auch die eigene Person – ist verborgen, vieldimensional und endlos in sich verspiegelt.
Es ist nicht das Vordergründige, Plakative, das den Künstler in seinen „Fotogemälden“ interessiert, sondern das Unerwartete und Versteckte, das sich auch noch hinter der alltäglichen Realität verbirgt. Als Ausgangspunkt dient dabei das Platon‘sche Höhlengleichnis – eine philosophische Idee, mit der Platon die Frage nach der wirklichen Wirklichkeit stellte. Ist das, was wir sehen, die einzige, richtige Wirklichkeit?

Urs Grunder hat einen eigenständigen und originellen künstlerischen Kosmos geschaffen. Er umfasst viele Formen der Fotografie: vom raffiniert Gegenständlichen bis zu eindrücklichen abstrakten Farbkompositionen. So mutieren Spiegelungen, Schattenwürfe, ungewöhnliche Perspektiven oder Effekte von Verwischungen und Ungenauigkeiten zu poetischer „Malerei“, zu faszinierenden “Gemälden”, die das Bekannte in der Foto-Kunst weit überschreiten.

Auszug aus Texten von Prof. Anselm Ernst, Inzlingen

Pascal Murer

Still, schwebend erscheinen uns die bronzenen Belles de jour von Pascal Murer.Ein freies, poetisches Schaffen das seine Verbindung mit der klassischen Erbschaft aufrechterhält. Fragmentarisch, erzählen sie von Herkunft und Vision, von der Würde des Menschen, von Erblühen und Vergehen zugleich, befreit von Schwere und Zeit.
Die Stehende, die Liegende – der Tag die Nacht, der Rhythmus des Lebens. Der Mensch im Einklang mit der Natur, als Teil vom grossen Ganzen.

Die erst in Wachs modellierten und anschließend in Bronze gegossenen Plastiken versteht der Künstler auch als eine räumliche Weiterführung seines zeichnerischen Werks. Das Zusammenspiel von fliessender Bewegungen und Transparenz. Die Leichtigkeit, die Fragilität wird zur tragenden Kraft. Ob Tanzende, Badende, Träumende…Liebende.

In den Arbeiten von Pascal Murer geht es um den Fluss des Seins.