Greet Helsen und Andreas Durrer

Vernissage Mittwoch 19. August 2015

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Greet Helsen 1962* in Hoogstraten, Belgien
Die einzelnen Farbfelder in Greet Helsens Malerei sind dicht miteinander verwoben. Trotzdem bleibt ein leichter, freischwebender Ausdruck bestehen. Es wirkt, als wären sämtliche Elemente des Bildes gerade in die Luft geworfen worden. Aufwärts, abwärts, seitwärts sich bewegend und sich überlappend. Ein weiteres auffälliges Merkmal ist, dass die Malerin die Felder manchmal nahezu deckungsgleich übereinander legt, Schichtungen von helleren zu dunkleren oder von schwach- zu starkfarbigen Lagen anbringt. Die Bildelemente scheinen nicht nur in der Fläche mobil zu sein, sondern auch räumlich, also rückwärts, oder vorwärts sich bewegend. Gefestigt wird dieser Effekt durch die Fähigkeit bestimmter Farben, sich den Betrachter quasi anzunähern oder zu entziehen. Sehr helle oder leichte Farben strahlen eher extravertiert aus, dunkle oder satte ziehen sich eher introvertiert zurück.

Auszug aus dem Katalogtext 2013, Susanne Blaser, Kunsthistorikerin, Basel

Werke von Greet Helsen in der Galerie Kunstreich

Andreas Durrer 1960* in Basel
Über die Auseinandersetzung mit dem abstrakten Expressionismus gelangte Andreas Durrer zu einer gestisch bestimmten Malweise. Seine lyrisch-abstrakten Arbeiten auf Leinwand und Papier bauen auf den Dialog von Farbfeld und Linie auf, erinnern an gewachsene Strukturen, an geologische oder landschaftliche Formationen. Gegenständlichkeit ist aber keineswegs beabsichtigt. Das Grundthema seiner Malerei ist vielmehr die Wahrnehmung des Bildraums als ein mehrschichtiges, autonomes Gebilde. Durrer arbeitet mit Pinsel, Spachtel und Farbtube an der Staffelei und verwendet grösstenteils Acrylfarben auf Wasserbasis. Seine Palette besticht durch einen differenzierten Farbreichtum: Neben leuchtenden Primärfarben entfaltet sich das Spektrum der Zwischentöne und dezenter Graunuancen. Stellenwiese kann das Malen direkt mit der Tube den traditionellen Pinselduktus ersetzen. Mit dem Zusatz von Materialien, wie Stein- und Marmormehl, verschieden reflektierende Bindemitteln, wird die Farbe mattiert und erhält einen taktilen Charakter.

Auszug aus dem Katalogtext 2010/11, Iris Kretzschmar, Kunsthistorikerin, Basel

Werke von Andreas Durrer in der Galerie Kunstreich