Greet Helsen und Andreas Durrer

Ausstellung verlängert bis Samstag, 11. März 2017

Slide 1
Slide 2
Slide 3
Slide 4
Slide 5
Slide 6
Slide 7
Slide 8
Slide 9
Slide 10
Slide 11
Slide 12
Slide 13
Slide 14


Greet Helsen, 2016

Baumblüten V, 100 x 100 cm, Acryl auf Leinwand

„…Zudem setzt Greet Helsen gezielt Kritzel, Kleckse, Haken oder Sprenkel, die als energetische Vektoren dienen und Vibration erzeugen. Je nach Werkmaterial, ob Tusche, Kohle oder Malfarbe besitzen auch diese Linien unterschiedliche Wesensarten. Krakeelende Striche erinnern an den Flug einer Fliege. Wenn Linien zwischen Farbfeldern mäandern und teils von ihnen verdeckt werden, dann entsteht insgesamt eine sinnliche Erfahrung, die mit 3-D Kino vergleichbar ist. Elemente bewegen sich auf den Betrachter zu, steigen aus der Projek- tionswand heraus. Das Bild der Malerei kommt auf uns zu, es ist nicht mehr nur Objekt der Betrachtung sondern atmet, ist lebendig, breitet sich über die Maloberfläche in alle Richtun- gen aus. Was auf der Leinwand angebracht ist, schafft einen neuen Raum um den Betrach- ter, hüllt ihn ein.“ Auszug aus dem Katalogtext von Susanne Blaser, Kunsthistorikerin, MA.

Andreas Durrer, 2016
Naturstimmung, 100 x 100 cm, Acryl auf Leinwand

“… Dabei geht es bei Andreas Durrer weniger um eine gesehene Natur als vielmehr um die Vision eines inneren Bildes. Der Künstler spricht von einem „Idealbild“, das nicht konkret fassbar, aber immer präsent sei und den schöpferischen Prozess lenke. Die Suche nach diesem Vorbild beginnt mit der Aufhebung des Ursprungszustands der leeren Leinwand. Mit der Setzung des ersten Pinselstrichs wird die ursprüngliche Ganzheit gestört – es ent- steht ein Ungleichgewicht. „In dem Moment, wo ich etwas definiere, begrenze ich“, sagt der Künstler. Jeder malerische Eingriff stellt demnach eine Einschränkung dar, die es im Malpro- zess zu überwinden gilt. Die Bildgenese wird so zu einer Auseinandersetzung mit den selbst gesetzten Begrenzungen. Das innere Bild, übersetzt in eine Bildarchitektur, erscheint als deren Äquivalent auf der Leinwand – der Urzustand der leeren Leinwand wird im Malakt in einen höheren Aggregatszustand versetzt…“

Auszug aus dem Katalogtext von Iris Kretschmar, Kunsthistorikerin MA rücken.