BERND NICOLAISEN – RESTLICHT aus dem Innenleben der Gletscher

Ausstellung auf weiteres verschoben 

Einführung 18.30  Blochwitz Künstlerischer Leiter der photo basel 2019, Kurator

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Nach den erfolgreichen Ausstellungen von RESTLICHT in der Krypta des Grossmünsters in Zürich (10.7.-21.8.2015) und im Museum Gletschergarten in Luzern (12.5.2016-5.3.2017) zeigt die Galerie Kunstreich Bilder aus diesem Projekt von Bernd Nicolaisen (*1959).

 Die einzigartigen Fotografien von über tausend Jahre altem Eis sind zwischen 2004 und 2016 entstanden. In der neu arrangierten Ausstellung geht es um unberührte, magisch-anmutende Orte der Einsamkeit, der Stille, der Melancholie und auch der Spiritualität. Dargestellt sind scheinbar abstrakte Zeichnungen von eigeschlossenem Sauerstoff im Wechselspiel mit schwarzen Lavasedimenten. Die alles dominierende und durchdringende Farbe hierbei ist Blau in allen Variationen und Nuancierungen. Linien- und Rahmengeber ist die ins Eis eingelagerte Asche, wodurch immer wieder neue Kombinationen von Farben, Licht und Formen den Betrachter zu einer ganz eigenen, subjektiven Wahrnehmung herausfordern. Nicht die objektive Wirklichkeit einer Situation steht im Fokus der Aufnahmen, sondern die authentisch wirkenden Schattierungen, grafische Strukturen und Konturen des Eises, die einen transparenten Effekt erzielen. So entstehen surreal wirkende Aufnahmen, die die Phantasie des Zuschauers anregen. Nicolaisen erkundet Strukturen und Oberflächen gefrorener Zeit, um diese auf eine ausdrucksstarke Art sichtbar zu machen. Nichts eignet sich für die Darstellung des Phänomens Zeit besser als die Abbildung von Gletschern: Zwar sind sie Jahrhunderte alt, aber ihre Eismassen schwinden kontinuierlich und erinnern auch an die eigene Vergänglichkeit und die der Natur.

Der Reiz der Bilder wird zusätzlich durch die extremen Lichtbedingungen betont, einer Art Light Painting. Für Bernd Nicolaisen ist es wichtig, das richtige und nötige (Rest-)Licht für seine Aufnahmen zu finden. Die zum Teil irreal wirkenden Lichteffekte sind dabei von der realen Lichtsituation vor Ort abhängig.

Im Unterschied zu den Aufnahmen der Schweizer Gletscher, die aufgrund ihrer wesentlich jüngeren Entstehungsgeschichte und anderer Sedimenteinlagerungen eher milchig und im Gegenlicht zweidimensional wirken, erreichen die Aufnahmen isländischer Gletscher eine Art dritte Dimension, die sich durch Transparenz und Plastizität abhebt. Entstanden sind die Aufnahmen des Projektes Restlicht am Gorner- und Theodulgletscher in der Schweiz sowie an fünf Gletschern im Süden Islands, darunter die Gletscherzunge Breidamerkurjökull des Vatnajökull.

Book Signing:

Katalog »Restlicht – Bernd Nicolaisen.

Photographs – Tableaux – Lightboxes: Iceland 2004-2015.«

 

Finissage: Mittwoch, 15. April 17 – 19 Uhr